Nicht viel mehr als heisse Luft

Kategorien: Klima

Die FDP und die SVP sind seit Monaten in der Klimafalle, doch jetzt glauben sie, einen Ausweg gefunden zu haben. Ihr Wundermittel: Wasserstoff.

Wasserstoff ist sicher ein Teil der Lösung, aber nur ein kleiner. Denn Wasserstoff kann in erster Linie verwendet werden, um Energie zu speichern und zu transportieren. Aber für die Herstellung von Wasserstoff wird zuerst Energie benötigt. Das bedeutet, die Strategie kann nur aufgehen, wenn die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden. Ohne Ausbau der erneuerbaren Energien, ist der Plan der FDP nichts mehr als heisse Luft. Denn wenn wir dann Kohlestrom importieren, um Wasserstoff produzieren und damit unsere LKW zu betreiben, haben wir nichts gewonnen.

Doris Fiala behauptet auch, die Lösung sei “Privat vor Staat”, dabei übersieht sie jedoch etwas wesentliches. Die Wasserstoff-LKW können nur rentieren, weil die altmodischen Lastwagen durch Abgaben und Steuern teurer gemacht werden. Es war also der Staat, der dafür gesorgt hat, dass sich die saubere Technologie lohnen kann. Überhaupt steckt in der H2-Technologie staatliche Grundlagenforschung, finanziert durch Steuern, ohne die die Privatwirtschaft heute gar nicht in der Lage wäre, zu verwenden.

Privat reicht also nicht aus, es braucht den Druck der Politik, damit etwas passiert. Die H2-LKW sind also der beste Beweise gegen die “liberale Klimastrategie” der FDP. Es braucht staatliche Interventionen und Investitionen, sonst tut sich in der Privatwirtschaft nichts.

Zurück zur Übersicht